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29.01.2010 Tief “Keziban” – Lübecker Straßen gesperrt
Mit teils heftigen Schneefällen und vereisten Straßen hat Tief “Keziban”am Freitag Lübeck erreicht. Wegen Eisglätte wurden um 21 Uhr die Neue Hafenstraße, die Nordtangente und der Sandberg ab der Eschenburgstraße für den kompletten Verkehr gesperrt. In Ratzeburg reichten 2cm Neuschnee für ein Verkehrschaos auf spiegelglatten Straßen.
Was sagt der DWD:
Amtliche UNWETTERWARNUNG vor STARKEM SCHNEEFALL und SCHNEEVERWEHUNGEN
für die Hansestadt Lübeck gültig von: Freitag, 29.01.2010 20:00 Uhr bis: Samstag, 30.01.2010 08:00 Uhr ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Freitag, 29.01.2010 14:55 Uhr Nachts tritt starker Schneefall mit Neuschneemengen über 15 cm in 12 Stunden auf. In Verbindung mit Böen zwischen 65 und 80 km/h (Bft 8, vereinzelt Bft 9) sind starke Schneeverwehungen zu erwarten. Verbreitet wird es glatt.
ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Straßen und Schienenwege können unpassierbar sein. Bäume können unter der großen Schneelast zusammenbrechen. Vermeiden Sie Autofahrten!
DWD / RZ Hamburg
Amtliche WARNUNG vor STURMBÖEN für die Hansestadt Lübeck gültig von: Freitag, 29.01.2010 23:00 Uhr
bis: Samstag, 30.01.2010 08:30 Uhr ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Freitag, 29.01.2010 21:34 Uhr Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 und 80 km/h (8 bis 9 Bft) um Nordost auf.
ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Es können einzelne Äste herabstürzen. Achten Sie auf herabfallende Gegenstände.
DWD / RZ Hamburg
10.01.2010 Schneesturm Daisy Tag 2
Schneesturm in Lübeck und Ostholstein.
Seit Samstag beschäftigt ein Schneesturm über Lübeck und Ostholstein zahlreiche Einsatzkräfte. Die Situation wird als unverändert angespannt bezeichnet. In Ostholstein sind fast alle Nebenstraßen, wie Gemeinde- und Kreisstraßen unpassierbar. Lediglich die Autobahnen und Bundesstraßen werden in Minutenabständen geräumt. Trotzdem kommt es auch hier zu Behinderungen durch plötzlich auftretende Schneewehen. Die Bundesstraße 501 bei Grömitz ist teilweise gesperrt, auch die Landestraße 309 bei Ratekau ist nicht mehr befahrbar. In Neustadt, Heiligenhafen und auch an anderen Badeorten tritt die Ostsee über die Ufer, bislang halten die Deiche. Bei Dahmeshöved droht ein Deich zu brechen, hier helfen zahlreiche Menschen und versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Auf der Insel Fehmarn geht fast nichts mehr, hier ist nur die E 47 befahrbar, alle Ortschaften sind mehr oder weniger sich selbst überlassen. Auch in der Hansestadt Lübeck kommt es zu erheblichen Beeinträchtigungen. So hat die Priwallfähre ihren Betrieb bis auf weiteres komplett eingestellt. Von der Landseite aus Mecklenburg-Vorpommern ist der Priwall zurzeit auch nicht erreichbar, auf den Straßen befinden sich meterhohe Schneewehen, so dass der priwall sozusagen von der Außenwelt abgeschnitten ist. Kleine Ortschaften, wie Blankensee, Vorrade oder Wulfsdorf und auch unzählige Dörfer in Ostholstein sind auf dem Land- und Wasserwege nicht erreichbar. Der Pegelstand der Trave beträgt inzwischen 6.50 m in der Lübecker Altstadt, das Wasser ist längst über die Ufer getreten. Auch in Travemünde ist die Situation äußerst angespannt. Die Wellen der Ostsee peitschen gegen die steinerne Strandpromenade ist reißen mit ungeheurer Wucht Ziegelsteine aus der Mauer, die dann unkontrolliert herumfliegen. Der Bereich ist größtenteils abgesperrt, für Schaulustige besteht akute Gefahr, von herumfliegenden Teilen verletzt zu werden. Bislang sind trotzt der immens hohen Einsatzlage keine Verletzten zu beklagen. Allein in Ostholstein gingen heute Nach 253 Notrufe bei der Polizei ein. Räumdienste haben die ganze Nacht durchgearbeitet, ständig drohen Baugerüste umzuwehen oder Bäume abzuknicken. Viele Menschen, die heute Morgen auf dem Weg zu Arbeit sind, stecken mit ihren Fahrzeugen in den meterhohen Schneewehen fest. Selbst Rettungskräfte können die verschneiten Gebiete nicht oder nur mit großer Zeitverzögerung erreichen. Die Polizei bitte die feststeckenden Autofahrer um Geduld. Nochmals ein Hinweis: Alle Menschen in Lübeck und Ostholstein sollten das Autofahren, wenn es irgendwie geht, unbedingt vermeiden. Die Ortsdurchfahrten wirken oft trügerisch, beim Erreichen der “freien Fläche” steckt man nur wenige hundert Meter nach der Ortsgrenze in einer Schneewehe fest. Wann Entwarnung gegeben werden kann, steht noch nicht fest. (Quelle: Polizeidirektion Lübeck)